Bagna Cauda Rezept mit Gemüse

Bagna Cauda Rezept

Bagna Cauda ist ein traditioneller italienischer Dip. Der Name bedeutet “warme Tunke”, also warme Soße. Dabei steht das Wort “cauda” für das italienische Wort “calda” für warm. Der Name ist Piemonteser Dialekt. Und schon sind wir am Ursprungsort dieses Gemüsedips: Piemont.

Bagna Cauda ist traditionell eine warm servierte Soße aus Sardellen, Knoblauch und Olivenöl.

Heute wird Bagna Cauda als vollständiges Gericht meist mit rohem Gemüse serviert. Es kann als Aperitivo (oder Apricena), als Vorspeise und als Hauptgericht serviert werden.

Es gibt viele Rezeptvariationen von Bagna Cauda. Dank des leckeren Geschmacks und der schnellen Zubereitung hat sich dieser einfache Sardellen-Dip über die Landesgrenzen Italiens hinaus verbreitet. So bereiten heute auch Franzosen und Schweizer dieses original italienische Gericht zu. Besonders in Nizza und der südlichen Provence ist es mittlerweile ein beliebtes Rezept als Fondue-Ersatz.

Kurioses zum Rezept

Die Piemontesische Abteilung der “Italienischen Akademie der Küche” in Asti (Provinz Langhe) reichte 2005 ein notariell beglaubigtes Rezept der Bagna Cauda in Costigliole d’Asti ein. Es ist als das “zuverlässigste und passabelste” klassifizierte Rezept von Bagna Cauda. Vor der aktlichen Registrierung verkostete und verglich eine Studienkommission mehrmals verschiedene Varianten. Heraus kam das “originale” Rezept dieser traditionsreichen Piemontesischen Soße.

Das original Rezept von Bagna Cauda besteht aus:

  • roten Sardellen (in Öl eingelegt und mit Rotwein getränkt)
  • viel Olivenöl nativ extra
  • viel frischem Knoblauch
  • (ggf. etwas Walnussöl)

Das Ganze wird bei sehr niedriger Hitze für etwa eine halbe Stunde gekocht. Anschließend wird es mit einem Stabmixer püriert.

Variationen

Rezeptvariationen arbeiten immer mit den zwei Grundzutaten Sardellen und Knoblauch.
Allerdings wird vielerorts Olivenöl durch Butter, Schmand oder anderen Ölen ersetzt oder gemischt.

Vor allem Schweizer kochen den Knoblauch in Milch und mischen daraufhin die Sardellen unter. In Frankreich wird gerne Sahne oder Schmand am Ende der Zubereitung hinzugefügt. Das ergibt eine richtig cremigen Dip und mildert den Knoblauchgeschmack.

Variationen von Bagna Cauda:

  • Sardellendip in Milch gekocht und zusammen mit der Milch püriert
  • Sardellendip mit Sahne oder Schmand cremig gerührt
  • Bagna Cauda mit Butter oder anderen Speisefetten – oder einer Mischung daraus – zubereitet

Die Zubereitung dieser italienischen Sardellensoße mit Gemüsestreifen dauert nicht lange. Daher ist es ein ideales Sommergericht für warme Abende auf der Terrasse. Da es gerne als Alternative zu Fondue serviert wird, wird es bevorzugt in Gesellschaft genossen. Leckere rote Sardellen für dieses Gericht haben wir im Shop verfügbar. Olivenöle zu kaufen gibt es ebenfalls.

Bagna Cauda

Schnell und einfaches Rezept von Bagna Cauda mit Gemüsestreifen. Dank der Milch ist entsteht ein aromatischer und cremiger Dip. Es kann als Hauptgericht, Vorspeise oder zwischendurch serviert werden.
Zubereitungszeit30 Minuten
Gericht: Hauptgericht, Kleinigkeit, Vorspeise
Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 180 Gramm Sardellen
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 50 ml natives Olivenöl extra
  • 100 ml Milch
  • 1 Stück Baguette
  • 2 Stück Paprika
  • 1 Stück Zucchini
  • 2 Stück Karotten
  • 1/2 Stück Kohlrabi
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Stück Staudensellerie
  • 150 Gramm Kirschtomaten

Anleitungen

  • Den Knoblauch mit Milch zum Kochen bringen und kurz aufkochen.
  • Währenddessen das rohe Gemüse in etwa 2cm breiten Streifen schneiden. Die Kirschtomaten halbieren.
  • Nachdem die Milch aufgekocht ist, die Knoblauchzehen heraus nehmen und klein hacken.
  • Die Sardellen klein schneiden und zusammen mit dem Knoblauch in die Milch geben. Alles mit dem Stabmixer pürieren.
  • Nach Belieben natives Olivenöl extra hinzugeben und nochmals pürieren.
  • Die Bagna Cauda in einem Schälchen auf einem Dekoteller warm servieren – und drum herum die Gemüsestreifen.

Tipp: Pribieren Sie diese Soße auch zusammen mit Polenta (wie etwa eine Gorgonzolasoße). Traditionell aßen dies Piemontesische Bauern so. Einfach die klassisch zubereitete Polenta mit der Bagna Cauda als Topping servieren.
Um den Geschmack etwas abzumildern empfiehlt sich am Ende noch etwas Sahne hinzuzufügen.


Bild von Muhammad Ragab von Pixabay

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